„ABInedig – 13 Jahre rumgegondelt“

 

67 Mal Allgemeine Hochschulreife an der IGS Rockenhausen

 

Gleich 67 Abiturientinnen und Abiturienten konnte der Schulleiter der IGS Rockenhausen, Dirk Melzer, am Ende der Akademischen Feier in der Donnersberghalle unter dem Motto „ABInedig – 13 Jahre rumgegondelt“ das Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife vor rund 400 Zuschauern überreichen.

Die Traumnote 1,0 erreichte Tamara Auer.

Durch das Programm führten die Moderatoren Fabian Ritz und Noemi Lajic.

Was die Abiturientinnen und Abiturienten als Gag zu ihrem bestandenen Abitur formulierten, war gleich für mehrere Redner eine maßgeschneiderte Steilvorlage der ironischen Kommentierung. Denn die Assoziation zum „Rumgondeln“ gerät sehr schnell in die Nähe des beliebigen Sich-Treiben-Lassens.

Gespickt mit vielen Zitaten aus der lateinischen Literatur, Politik und Philosophie in gekonnter Abänderung und konkreter Aktualisierung für die Zielgruppe forderte die Kollegin Kümhof in ihrer kurzweiligen Verabschiedungsrede noch einmal zum konzentrierten Mitdenken heraus, um ihnen in sympathischer Weise die Richtungsänderung vom „rumgondeln“ zum disziplinierten Lebenswegbeschreiben unter dem Motto „per aspera ad astra“ nahezulegen.

Die Abschiedsrede des Schulleiters Melzer war weniger von ironischem Flair geprägt als vielmehr darauf ausgerichtet, den Gondolieri auf den Booten die ethischen Grunddaten gelingender Identitätsbildung und sozialen Verhaltens aus griechisch-römischer Philosophie (die Kardinalstugenden aus Platons Politeia: Maß, Mut, Weisheit, Gerechtigkeit) und christlicher Ethik (die Wertetrias aus Paulus‘ Korintherbrief: Glaube, Hoffnung, Liebe) als Orientierung und Markierungssteine zu ihrem weiteren Lebensentwurf ins Gepäck zu geben. Im Erläutern dieses Kanons der sieben Grundtugenden als Grundlage der christlich-abendländischen Ethik als ein gewichtiger Teil des Fundaments der westlichen Wertegemeinschaft dokumentierte sich das soziale und bildungstheoretische Rollenverständnis der Schulleitung der IGS Rockenhausen.

Die Oberstufenleiterin, Frau Sand-Vonderheit, hat die Abiturientinnen und Abiturienten sowie die Gäste auf einen spannungsreichen Spaziergang der assoziativen Vielfalt des scheinbar lustigen Themas „ABInedig – 13 Jahre rumgegondelt“ mitgenommen. In freundlicher Zugewandtheit zu anvertrauten Schülern forderte sie in interessanten historischen Diskursen zum Nachdenken darüber heraus, wie in Anlehnung an den komplizierten Bau venezianischer Gondeln die eigene Gondel lebenstüchtig konstruiert werden müsse und lud die Zuhörer auf ihren eigenen Reflexionsweg ein: „Die letzten 13 Jahre habt ihr damit zugebracht, mit Sorgfalt die Holzsorten auszuwählen, die einzelnen Bauelemente anzufertigen und zusammenzubauen. Euer Boot muss euch zukünftig durchs Leben gondeln, Holz ist ein guter Werkstoff und sehr lange haltbar, bedarf aber ständiger Pflege“.

Aufgelockert zwischen musikalischen Darbietungen (wobei insbesondere Vladimir Lang mit seiner brillanten Interpretation von „A la Albenitz“ zu erwähnen ist) konzentrierten sich die Grußworte der in der Region verantwortlichen Politiker (Kreisbeigeordneter Ruther, die Bürgermeister Cullmann und Seebald) und der Schulelternbeirätin (Frau Bauer) im Aufgreifen vom Bild der Reise neben guten Wünschen darauf, dass das Koordinatensystem und der Kompass für die Lebensgondel an der Humanitas ausgerichtet sein soll. Ein besonders fairer Aspekt der Verabschiedung kam in den Worten von Herrn Ruther zum Ausdruck, als er auch diejenigen Schüler in ihrer Arbeitsleistung und ihrem Durchhaltevermögen würdigte, die dieses Mal ohne Erfolg geblieben waren.

Auf eine Abiturientenrede warteten die Zuhörer leider vergeblich. Die ausgleichsweise angebotenen Schülerschmankerl hatten nicht für alle den beabsichtigten lustigen Charakter.

Den Auszeichnungen und Ehrungen ging ein Dank von Herrn Melzer an die zahlreichen Sponsoren voraus, deren Unterstützung die Brückenpfeiler-Funktion der Schule erst ermöglichen und die auch in diesem Jahr Preise ausgelobt hatten (so etwa Herr Klag vom Förderverein der IGS, Herr Cullmann von der Verbandsgemeinde Rockenhausen, Frau Kreis von der Sparkasse Rockenhausen und Herrn Porth von der Volksbank Kaiserslautern-Nordwestpfalz).

Abiturpreise 2016

Rebecca Ionescu: Preis der Ministerin für vorbildliche Haltung und beispielhaftem Einsatz

Tamara Auer: Beste Gesamtleistung, hervorragende Leistungen in modernen Fremdsprachen, Preis des Philologenverbandes im Fach Geschichte, beste Leistung im Fach Biologie (ausgelobt vom Verein für Naturforschung und Landespflege e.V., Pollichia)

Esther Masurat: beste Abiturientin aus Rockenhausen

Florian Kluth und Philip Mertz: hervorragende Leistungen im Fach Wirtschaft

Philip Mertz und Anna Senger: Preis des Fördervereins

Katja Bayer: Kunstförderpreis

Jessica Konrad: Preis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung; Preis für Physik (Stiftung Pfalzmetall)

Philip Mertz und Laura Hees: Preis für die beste Leistung im Fach Informatik

Florian Kluth: Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft

Jannis Schottler: Preis für hervorragende Leistungen in der Robotik

Marco Falkenberg: Preis für hervorragende Leistungen im Fach Latein

 

 

 

 

 

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