Primus inter pares – Feierstunde zur Ernennung des Schulleiters

In feierlichem Rahmen wurde am vergangenen Freitag, den 08. April 2016, gewürdigt, was seit Februar bereits offiziell war: Die Ernennung Dirk Melzers zum Schulleiter der IGS Rockenhausen.

 

Michael Halfmann (Saxophon) und Paul Schütt (Posaune) führten virtuos und jazzig mit ihrer Interpretation von „Blue Bossa“ in die Feierstunde ein.

Gerhard Dohna, leitender Regierungsschuldirektor, bemerkte in seiner Rede gleich zu Beginn, dass Herr Melzer im Amt des Schulleiters im Spannungsfeld unterschiedlichster Interessen und Erwartungen stehe. So verwies er in diesem Zusammenhang exemplarisch auf die Einhaltung von Rechtsvorschriften, die Vorgesetztenfunktion, die Personalführung, die Verantwortung für die Qualitätsentwicklung, das Schulmanagement sowie die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler, Eltern, aber auch der Schulträger. Darüber hinaus war ihm wichtig zu betonen, dass die „Schule der Teilhabe“ die Einbeziehung aller Beteiligten in einer pädagogischen, kollegial-kooperativen Führung erfordere. Er sieht in der Person des Schulleiters ein gutes Korrespondenzverhalten zu den vorgegebenen Werten.

 

Ebenfalls hat der Landrat Werner in seinem Grußwort die gerade angesprochene Zielsetzung („Klima des offenen Miteinanders“) bestätigt und verstärkt.

 

Der Verbandbürgermeister Cullmann nimmt gerne die bisherige Zusammenarbeit zwischen Schule und Umfeld als kollegial-informativ zur Kenntnis, denn der demographische Wandel (Verminderung der Schülerzahlen) erfordert die gemeinsame Stärkung des Schulstandorts Rockenhausen.

 

Der Stadtbürgermeister verschwieg nicht eine gewisse Skepsis gegenüber den erhofften Mobilisierungen, trotz der tatkräftigen Leitungsfunktion von Schulleiter Dirk Melzer. Als vorrangige Aufgabe hält er aber fest, dass in schülerzentrierter Zugewandtheit nicht nur Kenntnissvermittlung im Vordergrund steht, sondern ein Bildungsprozess realisiert wird, der die Selbstständigkeit der Heranwachsenden zum Ziel hat.

 

Der Personalratsvorsitzende, Herr OStR Pütz, würzte das Einführungsgeschehen in besonderer Weise. Nicht nur, dass er seine Ansprache in lateinischer Sprache hielt. Er verglich das Amt metaphorisch mit dem Beruf eines Kapitäns, der zwar die Verantwortung für das Schiff trägt und das Kommando führt, dessen Erfolg aber außer von seinen persönlichen Charaktereigenschaften nicht zuletzt auch von der Qualität der Mannschaft abhängt. Eine Zuspitzung erhielt sein Vergleich mit dem in der Galeere gemeinsam mit der Mannschaft rudernden Ben Hur, eine besonders delikate Beschreibung des Prinzips: „primus inter pares“.

 

Seinen Dank für die überbrachten Wünsche bekundete Schulleiter Dirk Melzer knapp: Er sei „überwältigt“ und sieht der Fülle an Aufgaben trotz aller an ihn gerichteten Erwartungen noch immer gelassen entgegen.

Getragen wird sein Optimismus durch Hartmut von Hentigs pädagogischem Leitsatz, Menschen zu stärken und Sachen zu klären, womit er leise Kritik an der gegenwärtigen Methodenpädagogik geübt hat.

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