Studienfahrt der Jahrgangsstufe 12

Die Studienfahrten werden gemeinsam mit den Schülern organisiert und sind jedes Jahr anders. Hier nur ein Beispiel:

Kroatien 20. – 26. Juni 2015

Am Samstagabend war Koffer verladen angesagt, es verlief alles reibungslos, bis auf den Umstand, dass man besser mit Personalausweis im Handgepäck losfährt, als ihn vorsichtshalber im Koffer zu verstauen.
Der Reisebus brachte uns über München, Salzburg, Ljubljana und Triest nach Porec, wo wir am Sonntagmittag unsere Zimmer in der „Sunset Lanterna“ Apartment-Anlage beziehen konnten.
Andere Länder, andere Sitten: Rauchen und jeglicher Alkoholkonsum sind erst ab 18 Jahren erlaubt. Die (wenigen) Nicht-Volljährigen mussten sich damit abfinden.
Am Nachmittag wurde dann die Gelegenheit genutzt, am seeigelfreien Strand der Anlage das klare Meer der Adria zu genießen.
Den Abend konnten wir an dem reichhaltigen und abwechslungsreichen Büffet im Hotel auskosten.


Istrien hat viele Facetten, neben dem faszinierend blauen Meer gibt es beeindruckende Landschaften und unvergessliche Sehenswürdigkeiten.
Unser erstes Ziel war Pula, die größte und älteste Stadt Istriens. Das bekannte Amphitheater zieht jeden in seinen Bann. Unsere Reiseleitung schilderte uns anschaulich, dass die in der Antike an dieser Stelle durchgeführten Gladiatorenkämpfe den Musikantenstadl, für den gerade der Aufbau in vollem Gange war, an Dramaturgie und Atmosphäre absolut in den Schatten stellen würden.
Unterhaltung für die Römer hatte wohl wenig mit unseren Vorstellungen von Bequemlichkeit, Versorgung und Hygiene bei Events zu tun, dafür waren Spannung und Action garantiert: Anstelle von Blut und Schweiß heute also Wein und Oliven.
Die Stadt Pula kann auf eine langjährige Geschichte zurückblicken und war einst eine der wichtigsten Hafenstädte in Kroatien.
Der Rundgang durch das historische Zentrum führte uns an zahlreichen Bauwerken aus der Zeit der Römer, Venezianer und Byzantiner vorbei. Die Top-Sehenswürdigkeiten waren das Forum mit dem Augustustempel und der Triumphbogen. Etwas versteckt konnte man ein römisches Mosaik, das zwei Meter unter heutigem Bodenniveau entdeckt wurde, bestaunen. Literaturinteressierte erfuhren, dass James Joyce 1904/05 in Pula gelebt hatte.
Am Nachmittag ging es weiter nach Rovinj. Die Altstadt auf der tropfenförmigen Landzunge ist
das Fotomotiv Istriens. Die nachlassende Kondition einiger Teilnehmer führte dazu, sich am Hafen vor der Skyline zu positionieren und dort zu verharren, bis es zurück nach Pula ging.
Interessierte und Sportliche machten sich dagegen auf den Weg über die konzentrisch angeordneten Gassen den Hügel nach Sankt Euphemia zu erklimmen. Herr Hanstein war sogar wagemutig genug, die halsbrecherische Treppe auf den 63m hohen Glockenturm zu besteigen, nur etwas für Schwindelfreie und Trittsichere, wie er im Nachhinein feststellte.
Der Rückweg durch die steilen Gassen entpuppte sich ebenfalls als Herausforderung. Die Pflastersteine waren so blank und glatt, dass man besser die Schuhe auszog und barfuß den Weg nach unten lief.
Am nächsten Tag stand eine Rundreise auf dem Programm. Wer keine Ausdauer im Achterbahnfahren oder anderen Fahrgeschäften hatte, musste nach kurzer fröhlicher Nacht erleben, was es heißt, auf engen Straßen mit zahlreichen Kurven in einem Doppeldeckerbus unterwegs zu sein.
Viele waren erleichtert, als wir in Motovun den Bus verlassen konnten.
Motovun ist das schönste mittelalterliche Städtchen Istriens. Auf einer 277m hohen Bergkuppe gelegen, ist der Ort schon von weitem sichtbar. Bei einem Besuch des Ortes muss man das Auto bzw. den Bus bereits in der Vorstadt abstellen. Über eine schmale, steile Gasse gelangt man dann von der Unterstadt hinauf zur Oberstadt. Über einen Festungsring kann man die Stadt umrunden und das herrliche Panorama Istriens genießen.
Für kulinarisch und biologisch Interessierte gab es köstliche Trüffelkombinationen, z.B. mit Pizza. Olivenöl kann sehr unterschiedlich schmecken, Kostproben davon gab es in einem der zahlreichen kleinen Delikatessenläden.
Anschließend ging die Fahrt nach Pazin, wo wir gerne eine Höhlenbesichtigung gemacht hätten um die Phänomene des Karstes zu erkunden. Leider war dies nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Einige nutzten die Zeit und besichtigten das Kastell und das darin befindliche Ethnografische Museum.
Die darauffolgende Nacht war kurz, denn wir mussten rechtzeitig (7.15 Uhr) zum Check-in in Porec am Hafen sein, um mit dem Katamaran der Venezia Lines nach Venedig zu fahren.
Da es am Vorabend noch ein heftiges Gewitter gegeben hatte, war die Überfahrt bei entsprechendem Seegang streckenweise turbulent.
Mit einem kleinen Boot ging es von der Anlegestelle vorbei an zahlreichen Prachtbauten zum Markusplatz, der mit seiner imposanten und bekannten Kulisse keinen unberührt lässt. Der Tag stand uns zur freien Verfügung und da man weder zu Fuß noch zu Pferd auf den Campanile di San Marco (98,6 m) musste, sondern einen Aufzug benutzen durfte, war es bei traumhaftem Wetter ein unvergesslicher Moment, von dort oben über diese Stadt schauen zu können.
In Kleingruppen konnte Venedig nach Lust und Laune erkundet werden. Zwei Lehrer wurden bei einer Gondelfahrt gesichtet.
Nach strengen Kontrollen am Schiffsterminal ging es gegen Abend wieder zurück nach Istrien.
An unserem letzten Tag stand Triest auf dem Programm.
Triest war von 1382 bis 1919, mit kurzen Unterbrechungen, unter habsburgisch-österreichischer Herrschaft und diese 500 Jahre haben natürlich im Stadtbild ihre Spuren hinterlassen. Während eines Spaziergangs durch das Zentrum konnte man manchmal vergessen, dass man in Italien ist. Die Architektur der Paläste im Zentrum ähnelt oft mehr der von Wien, Prag oder Budapest als der von Venedig, Rom oder Florenz.
Das Rätsel, das uns der Reiseführer stellte, worum es sich bei dem seltsamen Bauwerk auf dem gegenüberliegenden Hügel handeln könnte, konnte keiner von uns lösen. Wir verraten auch nichts! Wer nach Triest kommt, sollte sich selbst darüber den Kopf zerbrechen.
Auf der Rückfahrt nach Porec stellte die Mehrheit fest, dass Triest eine der schönsten Städte sei, die man bisher besucht hatte.
Am Freitag, nach einem guten Frühstück ging es zurück nach Rockenhausen. Wo ist der sicherste Platz für einen Personalausweis? Im Koffer! Die Grenzkontrolle war gnädig und wir mussten nicht das ganze Gepäck ausräumen.
Mit Eisinger-Reisen hatten wir wieder ein zuverlässiges Unternehmen, was in der Planung und Durchführung, sowie in puncto Sicherheit höchste Standards erfüllt.
Dies führte dazu, dass wir in Winnweiler kurz vor Reiseende noch eine Pause einlegen mussten, da die Fahrtzeit sonst überschritten gewesen wäre.
Dem Handy sei Dank konnten Eltern ihre Kinder schon früher als vermutet in die Arme schließen, denn wer die Möglichkeit hatte, ließ sich bereits in Winnweiler abholen.
Nach den gemeinsamen Erfahrungen und erfolgreich gemeisterten Herausforderungen während der Kursfahrt, steht dem nächsten Abenteuer – Abiturprüfungen 2016 – nichts mehr im Wege!

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